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Schülerfirma, Juniorfirma, Miniunternehmen, Schülerunternehmen

bei uns dreht sich alles um das Thema:

Schülerfirmen bzw. Juniorfirmen

Hier findet ihr Tipps zu Gründung, Förderung, Literatur u.v.m.
auch wenn unser Provider wieder bummelt (sonst könntet ihr dies nicht lesen)

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"Wir gründen eine Schülerfirma ... "
[Online-Version der gleichnamigen Print-Publikation der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung] [Druck-Version]

 
 
 
WOHER BEKOMMEN WIR DAS STARTKAPITAL? WELCHE UNTERNEHMENSFORM WÄHLEN WIR ?
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  Firmengründer im realen Geschäftsleben bringen das Startkapital in ihre Firma ein, indem Sie versuchen, eigenes Geld aufbringen, finanzkräftige Teilhaber zu finden und/oder Kredite aufzunehmen. Dies hat eng mit der Unternehmens- oder Rechtsform zu tun. Rechtsformen sind Strukturen und Regeln, nach denen ein Unternehmen organisiert ist. Beispiele sind die Aktiengesellschaft (AG) und Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Eine Aktiengesellschaft entsteht meist aus der Umwandlung einer anderen Rechtsform, wenn diese Firma schon eine Zeitlang sehr erfolgreich gearbeitet hat und nun an die Börse gehen will. Dann werden Anteilscheine am Unternehmen (Aktien) verkauft. Diese Zusammenhänge laßt Ihr Euch am besten von einem Fachmann, z.B.Wirtschaftslehrer, erläutern.

Ein Schülerunternehmen sollte sich an realen Strukturen orientieren. Unsere Unternehmensmitarbeiter haben dadurch eine stärkere Bindung zu ihrem Projekt, sind stolz, Gesellschafter oder Aktionär zu sein. Sie verstehen auch Zusammenhänge im wirklichen Wirtschaftsleben besser. Z.B. wissen die meisten, was sich dahinter verbirgt, wenn auf einem Firmenschild Müller & Schulze GmbH steht, oder warum ihre Eltern etwas Geld in Aktien angelegt und nicht alles aufs Sparbuch gebracht haben. Das große Plus von Firmenstrukturen ist, daß Euch Euer Berater nicht jeden weiteren Schritt vorsagen muß. Ihr wißt zunehmend allein, daß eine Firma z.B. jedes Jahr ihre Gelder offenlegen und abrechnen (eine Bilanz erstellen) muß.
Informiert Euch gut, welche Möglichkeiten es gibt, ein Unternehmen zu organisieren, bevor Ihr diesen Punkt entscheidet. Wir haben drei Rechtsformen erprobt und können alle drei empfehlen (Schüler-GmbH, Schüler-Verein, Schüler-AG). Wendet Euch an Wirtschafts- oder Gemeinschaftskundelehrer oder an Eltern oder Bekannte, die eine Firma haben. Die Älteren von Euch werden feststellen, daß dieses Thema auch im Unterricht behandelt wird, wenn es das Fach Wirtschaft oder Arbeitslehre an Eurer Schule gibt.

Natürlich kann ein Schülerunternehmen z.B. in Form einer Aktiengesellschaft nicht das gleiche sein wie eine Aktien-gesellschaft im wirklichen Geschäftsleben. Das lassen vor allem Euer Alter und Eure Geldmittel nicht zu. Jedoch kann ein Schülerunternehmen nach den gleichen Prinzipien wie eine solche Firma arbeiten. Das Startkapital, daß in einer GmbH normalerweise 50.000 DM betragen muß, war beim Schülerreisebüro "Power Tours" z.B. nur 130 DM hoch. Egal, für welche Organisationsform Ihr Euch entscheidet, Ihr solltet stets Schüler-Aktiengesellschaft, Schüler-GmbH oder Schüler-Verein usw. zu vermerken, damit die Besonderheit Eures Unternehmens (Es ist keine richtige Firma, sondern ein Schulprojekt!!) für jeden ersichtlich ist und keine Mißverständnisse auftreten.
Nach unseren Erfahrungen ist die Form einer Schüler-Aktiengesellschaft sehr zu empfehlen. Der erste Vorteil ist, daß an einer Aktiengesellschaft mehr Schüler als bei anderen Unternehmensformen beteiligt sein können. Denn es gibt nicht nur die unmittelbar im Unternehmen aktiven Mitarbeiter, sondern auch die Aktionäre (Anteilseigner), die über den Kauf von Aktien am Unternehmen beteiligt sind. Dadurch gewinnt eine Schülerfirma mehr Aufmerksamkeit und Interesse in der Schule. Der zweite Vorteil ist, daß durch den Aktienverkauf meist mehr Startkapital zur Verfügung stehen wird als z.B. bei einer Schüler-GmbH, wo nur die tatsächlich im Unternehmen arbeitenden Schüler als Gesellschafter Geld einbringen.
Die Schüler-GmbH "Power Tours" startete mit 13 Schülern, die als Gesellschafter je 10 DM in das Unternehmen einbrachten. Das Startkapital betrug somit 130 DM. Die Schüler-Aktiengesellschaft "Young Company" entschied sich für einen Aktiennennwert von 5 DM und verkaufte an Schüler und Lehrer der Schule insgesamt 83 Aktien. Damit stand ein Startkapital von 415 DM zur Verfügung! Startkapital könnt Ihr unter Umständen auch über Förderprogramme von Stiftungen u.ä. bekommen. Informiert Euch hier gut, z.B. bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.

Um Euer Startkapital zu erhöhen bzw. eine Erstausstattung zu bekommen, solltet Ihr Euch auch mit Sponsoring beschäftigen. Sponsoren können alle möglichen Firmen, Banken und andere Einrichtungen sein, die in irgendeiner Weise daran interessiert sind, Euch zu helfen. Meistens wird Eure Gegenleistung in der Werbung für das entsprechende Unternehmen in der Schule bestehen. Die Unterstützung kann sowohl mit Geld geschehen als auch mit Sachmitteln, z.B. einem Computer. Mit pfiffigen Ideen solltet Ihr Eure Präsentation bei einem möglichen Sponsor vorbereiten und ihn so begeistern, daß er bereit ist, Euch zu unterstützen. Ihr selbst, und nicht Euer Berater, solltet die Briefe schreiben und die Gespräche führen. Das ist am Anfang zwar schwierig, macht aber Eindruck! Laßt Euch von Desinteresse und Absagen nicht entmutigen, sondern beweist Durchhaltevermögen.
Pfiffige Ideen und Ausdauer sind eine Erfolgsmischung, wie das Beispiel von "Schillers Schülern" beweist: Für ihr neues Stück "Peter Pan" waren sie auf der Suche nach einem lustigen Kostüm für den Indianer "Der nie seine Milch trinkt". Dabei hatten sie den Einfall, das Kostüm aus dem Verpackungsmaterial von Milchtüten zu fertigen und hierfür Milchfirmen um Unterstützung zu bitten. Sie telefonierten, schrieben Briefe und hatten schließlich Erfolg: Eine Firma stellte das Verpackungsmaterial bereit und legte noch volle Milchpackungen oben drauf. Das Kostüm ist Spitze geworden und der Milchverkauf erbrachte 240 DM für den Theaterverein!
Eine andere gute Idee ist es zu versuchen, eine einflußreichen Persönlichkeit in der Region für das Schülerunternehmen zu gewinnen. Dadurch steigt Euer öffentliches Ansehen, und es wird leichter, weitere Kontakte zu knüpfen. "Coke & School" konnte sogar den Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Kurt Biedenkopf, als Aktionär gewinnen.

Neben dem Bemühen um Sponsoren und Öffentlichkeit gibt es noch viele andere Möglichkeiten, das Schülerunternehmen auf dem Weg zu bringen.
In Kellern und auf Dachböden von Eltern und Bekannten oder bei Haushaltsauflösungen findet Ihr sicher alte Möbel, Tapeten und anderes, das Ihr in irgendeiner Weise verwenden könnt. Eigeninitiative ist gefragt!

 
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